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Arnd Peiffer über den Wert seines Olympiasieges, die Rückkehr in den Alltag und die Zukunftsaussichten
Biathlonaus: Goslarsche Zeitung vom 28.02.2018 - Bericht von Björn Gabel
„Ich war schon vorher mit mir zufrieden“
Arnd Peiffer über den Wert seines Olympiasieges, die Rückkehr in den Alltag und die Zukunftsaussichten

Auch einen Olympiasieger hat der Alltag schnell wieder im Griff. Sonntag kehrte Arnd Peiffer aus Pyeongchang nach Deutschland zurück, Montag war in seiner Wahlheimat München Wäschewaschen angesagt, am Dienstag stand schon wieder die erste Trainingseinheit auf dem Programm. Leicht zwar nur, aber der Körper muss auf Betriebstemperatur bleiben.
„Ich will ja noch ein paar gute Rennen machen“, sagt der 30-Jährige vom WSV Clausthal-Zellerfeld. Deren neun sind es noch in diesem Winter, in denen er sich im Optimalfall in der Gesamtwertung des Biathlon-Weltcups noch auf Rang drei verbessern kann. Dreimal war er schon Vierter, da wäre der Platz direkt hinter den Überfliegern Martin Fourcade und Johannes Thingnes Boe eine weitere Bestmarke.
Im Gespräch wirkt Peiffer reflektiert, geerdet, geradezu nüchtern – also wie immer. Schwebt ein Olympiasieger wenigstens nicht ein bisschen auf Wolke sieben? „Ich bin nicht so der Typ“, sagt er nur. Dennoch ist Zeit für eine Olympiabilanz.
Arnd Peiffer über ...
… den Goldlauf: Ich habe mich sehr gefreut, im Sprint, der ja auch mein Lieblingsrennen ist, meine Top-Leistung zu bringen. Das macht mich wahnsinnig zufrieden. Ich weiß aber auch, dass so ein Sprint von zehnmal neunmal ganz anders ausgehen kann. Ich bin diesmal aber auch viel entspannter gewesen.
… das Wechselbad der Gefühle bei Olympia: Das war es absolut. Für mich liefen das erste und das letzte Rennen perfekt. Im Massenstart und Einzel war mehr drin, aber da hatte ich ein Gurkenschießen dabei. Dann die tiefe Enttäuschung in der Mixed-Staffel, und zum Abschluss eine super Staffel, in der alles gepasst hat.
… das Drama in der Mixed-Staffel: Es war sicher nicht ideal, dass ich erst kurzfristig von meinem Einsatz erfahren habe. Ich hatte mich voll auf einen Ruhetag eingestellt. Das Rennen hat mich dann zwei Tage beschäftigt, aber am Ende bringt es nix. Ich glaube, jeder Biathlet hat 15 Rennen, in denen es richtig in die Hose geht.
Dass ihm dies nicht zum ersten Mal als Schlussläufer passierte, sieht Peiffer als Zufall an. In Östersund zum Beispiel habe er in diesem Winter genau das Gegenteil bewiesen. Ohnehin sei es doch so: „Ich glaube, dass jedes Rennen neu ist. Ich bin auch nicht abergläubig. Für mich ist klar: Man muss es einfach jeden Tag wieder neu probieren, gerade im Biathlon.“
Er sei nach seinem Olympiasieg häufig gefragt worden, ob sich nun alles für ihn ausgezahlt habe? „Das sehe ich ganz anders“, habe er geantwortet. Es sei „doch ziemlich traurig, wenn ich von einem Rennen alles abhängig machen würde. Dann mache ich etwas falsch. Ich war schon vorher mit mir zufrieden. Der Olympiasieg war fast wie ein Bonus.“ Und das Gerede mit Gold bei den Spielen als Kindheitstraum glaube er auch nicht so recht. Welcher Sechsjährige könne sich wirklich schon vorstellen, was das bedeute?
Ohnehin. Peiffer sieht die Spiele unvermindert kritisch, da ändern auch inzwischen drei Medaillen nichts. „Olympia ist auf dem falschen Dampfer“, sagt er, registriert gar eine „gewisse Doppelmoral“. Auf der einen Seite würden Milliarden für die Fernsehrechte gezahlt, auf der anderen Seite gebe es nicht mal Preisgeld für die Athleten. Unnötige Naturzerstörung, Gigantismus sind zwei weitere Schlagwörter, die der Oberharzer erwähnt. Und man müsse nur sehen, wo die Spiele derzeit stattfinden. Da gehe es vor allem um Wachstumsmärkte in Asien. „Olympia ist ein wahnsinniger Hype“, sagt er. „Und dann funktioniert vieles nicht, was im Weltcup standardmäßig läuft.“
Bleibt noch ein Ausblick. Arnd Peiffer über...

… einen möglichen Start bei Olympia 2022 in Peking: Das wird eng. Ich bin ohnehin nicht jemand, der in einem Vier-Jahres-Zyklus plant. Mancher sagt, die WM 2020 in Antholz wäre ein guter Zeitpunkt, um aufzuhören. Aber der Ort ist egal. Am Ende muss ich fit sein. Ich schaue jetzt von Jahr zu Jahr. Noch habe ich den Punkt aber nicht erreicht. Ich bin immer noch bereit, mich über den Sommer zu schinden.


Strahlemann: Arnd Peiffer präsentiert die Goldmedaille nach dem Olympiasieg. Foto: dpa

■ AUF TERMINSUCHE FÜR EMPFANG
Den kurzen Besuch in Deutschland nutzt Arnd Peiffer auch, um Termine festzuzurren, zum Beispiel für einen Empfang in seiner Heimatstadt Clausthal-Zellerfeld. Den soll es auf jeden Fall geben, verspricht der Olympiasieger. Dessen Kalender ist allerdings rappelvoll.
Bis kurz vor Ostern läuft noch der Weltcup, dann will Peiffer ein paar Tage nach Norwegen, um Ski zu testen. In der Sportschule Bad Endorf, wo er zum Bundespolizisten ausgebildet wurde, steht die Saisonabschlussfeier an. Schließlich wartet auf die Medaillengewinner auch noch ein Besuch bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. „Und ein bisschen ausruhen will ich mich ja auch noch“, sagt der Olympiasieger. Im Mai beginnt schließlich schon wieder die Vorbereitung. „Aber wir werden schon was finden.“
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