Schnee-Erzeuger für das Springen
Geschrieben von admin am 27. November 2008 11:06:00


Schnee-Erzeuger für das Springen

BRAUNLAGE. Zwei moderne Schnee-Erzeuger sollen dafür sorgen, dass beim Continentalcup-Skispringen am 3. und 4. Januar ausreichend Schnee liegt. Mit der Produktion der künstlichen weißen Pracht ist am Montag begonnen worden...


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GZ-Online vom 25.11.2008

Schnee-Erzeuger für das Springen


BRAUNLAGE. Zwei moderne Schnee-Erzeuger sollen dafür sorgen, dass beim Continentalcup-Skispringen am 3. und 4. Januar ausreichend Schnee liegt.
Mit der Produktion der künstlichen weißen Pracht ist am Montag begonnen worden.
Am so genannten Knacker, einer Freifläche zwischen Bode und Wurmbergstraße, pusten die beiden Erzeuger seit zwei Tagen über Lanzen die weiße Pracht auf die Erde. „Wir produzieren so viel Schnee, wie wir können, damit wir einen möglichst großen Vorrat ansammeln können“, sagt Eckard Friedrich, Vorsitzender des Wintersportvereins (WSV) Braunlage, der das Springen auf dem Wurmberg veranstaltet. Die Witterung dafür ist günstig, bis zu einer Temperatur von minus zwei bis drei Grad Celsius können die künstlichen Flocken schneien.
Die beiden Schnee-Erzeuger, das Wort Schneekanone wird vom WSV bewusst vermieden, hat sich der Verein von einer Fachfirma aus Willingen im Sauerland geliehen.

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GZ vom 26.11.2008 - Von Björn Gabel
DER NACHSCHLAG AM MITTWOCH

Lieber Petrus mein/lass recht kräftig schnei'n/in die Täler auf die Höh'n/ Schneeschuhlaufen ist soo schön. Lieber Petrus höre/uns auch Frost beschere/Dann singen wir! dann bringen wir/wir dir alleweil/ ein dreifach kräftiges: Skiheil, Skiheil, Skiheil
So, oder ähnlich, klingt ein Schneegebet, das in Wintersportkreisen vor der Saison gern mal in einer stillen Stunde gesprochen. Nachdem dieses in den vergangenen beiden Winter kaum Gehör fand, scheint der Draht zur obersten Wetterinstanz wieder hergestellt zu sein.
Schon weit mehr als 20 Zentimeter beträgt die Schneedecke in höheren Lagen, und wenn es so bleibt, dann wollen die Skilangläufer an diesem Wochenende schon einen ersten Wettkampf auf Sonnenberg ausrichten. Man weiß ja nicht, was noch kommt, oder in diesem Fall besser gesagt nicht kommt.
Es ist aus rein sportlicher Sicht gesehen einfach wieder Zeit für einen richtigen Winter. Es muss ja nicht so ein Prachtexemplar wie im Jahr 2006 sein, ein ganz normaler reicht auch schon. Denn wichtig ist allein, dass sich der Harz als Austragungsort wieder nachhaltig in Erinnerung ruft.
Vor allem in Braunlage werden sie die kommenden Wochen mit bangen Blicken den Wetterbericht verfolgen. Denn einen dritten Ausfall in Folge des Conti-Cups der Skispringer, der ungewöhnlich schon früh am 3. und 4. Januar auf der Wurmbergschanze ausgetragen werden soll, können sie sich nicht mehr erlauben. In diesem Fall, davon gehen Insider aus, wird Braunlage von der Landkarte der Ausrichter verschwinden.
Aber auch die Biathleten zum Beispiel würden sich gern mal wieder vor heimischem Publikum präsenteren. Sie sind so erfolgreich wie nie zuvor, können ihre Klasse aber nur in Ruhpolding und anderswo zeigen. Anfang Februar 2009 ist ein Deutschland-Pokal auf Sonnenberg angesetzt, vielleicht hält ja bis dahin die Wirkung des Schneegebets an. Zu wünschen wäre es uns allen.


Ein tief verschneiter Harz, viele Zuschauer - das erhofft sich der WSV Braunlage für seinen Conti-Cup, der schon
am ersten Januar-Wochenende ausgetragen werden soll. Foto: GZ-Archiv