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Stätte des stillen Gedenkens wird verlegt - GZ vom 06.09.2008
GZ vom 06.09.2008 - Bericht von Bettina Ebeling
Stätte des stillen Gedenkens wird verlegt

Am Montagnachmittag weiht der Ski-Club Altenau sein neues Skikreuz in der Nähe der Wolfswarte ein - „Für alle gangbarer Kompromiss"

ALTENAU. 87 Jahre lang stand das Ski-Kreuz auf dem höchsten Punkt des Bruchberges für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Sportler des Ski-Clubs Altenau. Nun zieht die Gedenkstätte um: Etwa einen Kilometer nördlich vom alten Standort, in der Nähe der Wolfswarte, wird am Montag das neue Skikreuz geweiht.

Damit legt Ski-Club-Vorsitzender Bernd Pichler ein jahrelanges Ringen um den kleinen, stillen Ort des Gedenkens in der heutigen Kernzone des Nationalparks Harz zu den Akten. Den letzten Anstoß dafür gab aus seiner Sicht das Dilemma, in dem der benachbarte Ski-Club St. Andreasberg Anfang dieses Jahres steckte: Zum naturschutzrechtlichen Ausgleich für die vom Niedersächsischen Skiverband (NSV) geplante Beschneiungsanlage im Biathlon-Landesleistungszentrum Sonnenberg sollten die Andreasberger ihre Abfahrtsstrecke am Rehberg aufgeben. Diese ist jedoch die einzige oberhalb von 900 Metern liegende - und damit auch in milden Wintern schneesichere - Ausweichmöglichkeit für Wettkämpfe.


Schon Jahre gesperrt

Für deren Erhaltung erklärten sich die Altenauer bereit, ihr Skikreuz zu versetzen. „Ein für alle gangbarer Kompromiss", resümiert Pichler, der dennoch keinen Hehl daraus macht, dass „zwei Herzen in meiner Brust schlagen". Schon unter Dr. Wolf-Eberhard Barth, der den damaligen (niedersächsischen) Nationalpark Harz bis 2003 leitete, sollte das Skikreuz vom Bruchberggipfel verschwinden. In beinahe jedem Anhörungsverfahren der zurückliegenden Jahre, egal worum es ging, warfen die Naturschutzverbände NABU und BUND das Skikreuz in die Debatte. „Die Wege dahin wurden schon vor Jahren gesperrt", sagt der Ski-Club-Vorsitzende, nur noch einmal im Jahr durfte der Platz offiziell vom Ski-Club für seine Totengedenkfeier aufgesucht werden. Und auch diese Ausnahme-Befreiung wäre 2011 ausgelaufen.
„Für die gefallenen Skikameraden des 1. Weltkrieges, die nicht mehr in ihre Harzberge zurückgekehrt sind", schreibt die Vereinschronik, wurde das damals aus Eisen gefertigte Skikreuz mit den Jahreszahlen 1914/1918 und dem Schriftzug „OHSK Altenau" errichtet. „Dieses Kreuz in des Waldes Einsamkeit ist kein Wegweiser, sondern ein Ehrenmal und Mahnmal für die Nachwelt." 40 Jahre später war das Kreuz von der rauen Witterung des Bruchberggipfels jedoch so angegriffen, dass es am 7. Dezember gegen ein Holzkreuz getauscht wurde. Noch zwei weitere Male, 1969 und 1981, musste das Skikreuz auf dem Bruchberg erneuert werden.

Für Natur und Mensch

Die jüngsten Gespräche mit dem Nationalpark Harz unter Leitung von Andreas Pusch hatten zur Entspannung an den zeitweise verhärteten Fronten geführt. „Herr Pusch hat getan, was in seinen Möglichkeiten lag", sagt Pichler mit Blick auch auf die erneuten Einsprüche der Naturschutzverbände gegen die Sonnenberg-Beschneiungsanlage, in denen der Ski-Club-Vorsitzende „einen eindeutigen Wortbruch" sieht.
Unabhängig von der noch ausstehenden, demnächst erwarteten Entscheidung darüber wurde im Sommer die Umsetzung des Altenauer Skikreuzes angegangen. Partner der Vereinbarung sind neben den beiden Oberharzer Ski-Clubs der NSV, der die Patenschaft über das neue Skikreuz übernommen hat, sowie der Nationalpark, auf dessen Territorium die Fläche liegt.
„Eine der wichtigsten und größten Kernzonen des Nationalparks wird auf diese Weise beruhigt", kommentiert Nationalparkleiter Pusch erfreut die gefundene Lösung. „Alle, die das Skikreuz regelmäßig besuchen möchten, können das nunmehr viel einfacher machen - ein Gewinn für Natur und Mensch."

In Stille abgenommen

Am 3. Juli hat der SCA sein Ski-Kreuz abmontiert. „Zu fünft, in aller Stille", sagt Bernd Pichler. Der eiserne Schriftzug mit der Jahreszahl und dem Vereinsnamen wurde in der Nationalpark-Werkstatt entrostet und sandgestrahlt, das Kreuz aus Vierkanthölzern neu angefertigt.
Der neue Standort nahe der Wolfswarte wird dann wieder öffentlich zugänglich sein - zu Fuß über den dortigen Wanderweg. Zur Einweihungsfeier am Montag, 8. September, sind alle interessierten Oberharzer willkommen. Treffpunkt für diejenigen, die nicht wandern möchten oder können, ist um 15 Uhr am Busbahnhof Schultal in Altenau.




Wird wieder der Natur allein gehören: der Bruchberggipfel, auf dem der Ski-Club Altenau 1921 ein Kreuz für die im 1. Weltkrieg gefallenen Sportler aufrichtete. Das erste Skikreuz - hier Motiv einer Postkarte aus dieser Zeit - fertigte Klempnermeister Albert Riese aus Eisen, es wurde 1961 gegen ein hölzernes getauscht. Foto: Privat
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