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Fliegen ist auch bei Kälte schön - GZ vom 09.09.2009
GZ vom 09.09.2009 - Bericht von Camillo Kluge
Fliegen ist auch bei Kälte schön

Finale der 27. Nordwestdeutschen Mattenschanzentournee in Braunlage - Spitzenplätze für Harzer Nachwuchs


Ideale äußere Verhältnisse für Mattenspringen haben nichts mit guten Bedingungen für die Zuschauer zu tun. Nasskalt und hohe Luftfeuchtigkeit sind prima, um auf den Matten sauber zu rutschen. Dem Zuschauer hilft dann aber nur ein heißer Kaffee oder eine Bratwurst.
So beneidete auch mancher Besucher beim abschließenden Springen der 27. Nordwestdeutschen Fünfschanzentournee in Braunlage den Mann am Grill, denn der fror nicht. Dafür verpasste er aber spannende Wettkämpfe von der 40- und von der 58-Meter-Schanze. Während Mädchen nur vom Westdeutschen Verband am Start waren, war das Jungenfeld in Braunlager Hand. Corvin Kühnel wurde seiner Favoritenstellung gerecht und siegte vor Cedrik Langer, sowohl in der Tagesais auch in der Gesamtwertung.



Maßlos geärgert

Welchen Ehrgeiz die Burschen entwickeln, zeigte sich an Langer. Der Achtjährige, der eigentlich noch gar nichts in der Klasse der Zehn-und Elfjährigen zu suchen hat, ärgerte sich maßlos über seine 27,5-und 26-Meter-Sprünge. „Mein bester Freund ist hier, und ich wollte 30 Meter schaffen", so der Grundschüler. Doch Kumpel Nils Deppe zeigte sich auch so beeindruckt: „Ich finde das cool. Ich würde da nicht runter springen."
„Er ist halt mal angesprochen worden. Wir sind beim Training vorbei und ihm hat es gefallen", schildert Mutter Andrea den Werdegang. „Die Trainer führen die Kinder auch sehr behutsam, da wird kein Druck erzeugt, die leben scheinbar nur für das Skispringen", lobt sie die WSV-Trainer Helmut und Ecki Reichertz. Erfolgreich sind sie auch, wie die weiteren Ergebnisse des Nachwuchses beweisen. In der Klasse der Schüler 14/15 siegte Carlo Kühnel überlegen in der Gesamtwertung. Viermal stand er bei der Fünfschanzentournee ganz oben, nur in Wernigerode am Samstag leistete er sich einen Patzer und wurde Fünfter.


Weiter Weg zum Profi


In der Klasse der Schüler 16/17 eroberte Christian Schirrmeister vom SK Oker den zweiten Rang in der Gesamtwertung. Allerdings ist er erst 14. Das Talent wird nun eine noch intensivere Förderung genießen. Der Neuntklässler ist seit diesem Schuljahr am Sportinternat Willingen. „Klar würde ich gerne einmal Profi werden", sagt Schirrmeister; Doch weiß er auch, dass der Weg dahin noch weit und mit Unwägbarkeiten gespickt ist. Deswegen sagt er: „Das Abitur mache ich auf alle Fälle."
Allem Ehrgeiz wie beim kleinen Cedrik Langer zum Trotz ist auch der Skisprung-Zirkus eine kleine Familie für sich. Die Kinder kennen sich genauso wie die Eltern. Da wird geplauscht, Erfahrungen werden ausgetauscht, und es wird auch mal gelästert. Und wenn man als Springer auch für sich den besten Platz holen will, sieht man doch überall faire Gratulationen Unterlegener an die Besseren.
Anders kann es auch nicht funktionieren, denn die Szene ist klein, die Trainingsmöglichkeiten sind begrenzt. Die Familien investieren viel Zeit und Geld in den sportlichen Nachwuchs, da sollte das Drumherum schon einigermaßen nett sein. Das hilft dann schon einmal, die Nässe und Kälte zu vergessen.





Vorbildliche Sprunghaltung: Alexander Kniss vom WSV Braunlage springt auf der heimischem Brockenwegschanze auf Platz zwei. Foto: Gietemann



Cedrik Langer springt seine erste Mattensaison. Mit Sondergenehmigung startet der 8-Jährige vom WSV Braunlage bei den Schülern 10/11. Und der Drittklässler hat hohe Ziele: „In zehn Jahren will ich bei der richtigen Vier-Schanzen-Tournee mitspringen."

Carlo Kühnel stürzt sich die Sprungschanzen hinab, seit er sieben Jahre alt ist. Diesmal holte sich der 13-Jährige den Sieg in der Gesamtwertung der 14- und 15-Jährigen. Der Siebtklässler, auch sonst ein Wintersport-Fan, träumt von einer Karriere als Profi.

Christian Schirrmeister vom SK Oker will später mit Skispringen seinen Lebensunterhalt verdienen. Der 14-Jährige, der eine Altersklasse höher startete und Gesamtzweiter wurde, hat mit dem Wechsel an das Sportinternat Willingen den ersten Schritt in diese Richtung geschafft.

Alexander Kniss hat den Traum von der Profikarriere ausgeträumt. Der 18-Jährige vom WSV Braunlage war in Oberhof am Sportinternat. Knieverletzungen warfen seine Laufbahn über den Haufen. Dennoch will der Zehntklässler weder auf Skispringen noch auf Fußball verzichten.



Ergebnisse im Überblick
Springen in Braunlage
Schüler 10/11: 40-Meter-Schanze: 1. Corvin Kühnel 35,5/35 Meter, 2. Cedrik Langer 27,5/26, 3. Leif-Mika Hülser (alle WSV Braunlage)
Schüler 12/13: 5. Hendrik Buchholz 40/37,5, 11. Marc Klinkert (beide Braunlage).
Schüler 14/15: 58-m-Schanze: 1. Carlo Kühnel 57/54,5, 6. Manuel Hermert (beide Braunlage)
Jugend 16/17: 1. Christian Schirrmeister (SK Oker) 53/55
Junioren/Herren: 2. Alexander Kniss (Braunlage) 55/57,5

Gesamtwertung
Schüler 10/11: 1. Corvin Kühnel 997, 2. Cedrik Langer 783,4; Schüler 14/15: 1. Carlo Kühnel 1097,0; Jugend 16/17: 2. Christian Schirrmeister 963,2; Junioren/Herren: 2. Alexander Kniss 1100,9
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