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Nationalpark im Kunstschnee-Streit - GZ vom 28.03.2008
GZ vom 28.03.2008 - Bericht von Oliver Stade
Nationalpark im Kunstschnee-Streit

Umweltministerium Sachsen-Anhalt sieht nach Genehmigung für Beschneiungsanlage „Gesprächsbedarf“

HARZ. Der Einsatz von Schneekanonen im Nationalpark Harz sorgt für neuen Zwist zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Für Parkleiter Andreas Pusch eine unglückliche Situation.

Der Streit um Mobbingvorwürfe und das Betriebsklima in der Nationalparkverwaltung Wernigerode sowie der Außenstelle in Oderbrück bei St. Andreasberg scheint gerade verraucht, demnächst soll ein Mediator für ein besseres Miteinander sorgen. Doch schon schlägt Sachsen-Anhalts Umweltministerin Petra Wernicke (CDU) wieder laut Alarm. Der Einsatz von Schneekanonen sei keine „glückliche Situation“, kommentierte sie die Entscheidung von Parkleiter Andreas Pusch.


Keine gemeinsame Linie


Pusch hat vorige Woche die naturschutzrechtliche Prüfung für den vom Niedersächsischen Skiverband (NSV) beantragten Einsatz von drei Schneekanonen im Biathlon-Leistungszentrum auf Sonnenberg abgeschlossen und die Kunstschnee-Erzeuger unter Auflagen erlaubt.
Damit war freilich nur eine, wenn auch nicht unwesentliche von etwa einer Hand voll Prüfungen abgeschlossen. Auch dem Land Niedersachsen und dem Landkreis Goslar lagen Anträge zur Genehmigung vor. Teile der Anlagen liegen im Schutzgebiet des Nationalparks. Naturschützer aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt hatten sich gegen die Beschneiungsanlage auf Sonnenberg ausgesprochen, für die es rund anderthalb Millionen Euro Fördergeld aus Niedersachsen gibt.
Detlef Thiel, Wernickes Sprecher, macht deutlich, wie groß die Vorbehalte sind, Sachsen-Anhalt sehe Gesprächsbedarf: „Wir werden weiter versuchen, mit dem Umweltministerium in Hannover zu sprechen, wie wir künftig verfahren, damit wir eine gemeinsame Linie finden.“ Thiel betont: „Im Ostharz wollen wir das nicht haben.“ Schneekanonen würden sich nicht „mit unseren Vorstellungen zum Naturschutzgedanken“ decken, bekräftigt der Ministeriumssprecher.

Mit Zähneknirschen

Die Position von Pusch wird durch die Offensive aus Sachsen-Anhalt nicht gestärkt. Das ahnt auch Werner Grübmeyer, Vorsitzender des Nationalparkbeirats. Pusch habe nur die naturschutzrechtliche Prüfung vorgenommen, betont der St. Andreasberger. Die Grundsatzentscheidung darüber, was auf ihren jeweiligen Gebieten genehmigt werde, würden die Länder treffen. Grübmeyer wird noch deutlicher: „Pusch ist kein Freund von Schneekanonen, er hat es nur mit Zähneknirschen gemacht.“ Was Grübmeyer nicht sagt, aber Puschs Dilemma deutlich macht: Noch bevor seine Prüfung beendet war, hatte Hannover dem NSV die Mittel für den Bau der Beschneiungsanlage freigegeben und damit frühzeitig ein sehr deutliches Zeichen gesetzt.
Grübmeyer sucht nun Kontakt zum Ministerium in Magdeburg, um sich die Kritik erläutern zu lassen. Wohl auch deswegen, weil Ministerin Wernicke voriges Jahr bestritt, jemals von Mobbing gesprochen zu haben, nachdem ihr Haus sich sorgenvoll und öffentlich zum Betriebsklima im Nationalpark geäußert und Pusch unter Rechtfertigungsdruck gesetzt hatte.
Am 15. April lädt Grübmeyer zur nächsten Beiratssitzung des Gremiums ein, das den Nationalpark berät. Dann besteht Gelegenheit, das Für und Wider des Schneekanoneneinsatzes intern zu debattieren. Mit dabei ist unter anderem Walter Lampe, Verwaltungschef der Samtgemeinde Oberharz und nebenbei auch NSV-Präsident. Aus Sachsen-Anhalt wird Umweltstaatssekretär Hermann Onko Aeikens erwartet. Dr. Stefan Birkner, der Dr. Christian Eberl als Staatssekretär im Haus von Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) ablöste, ist indes verhindert, berichtet Grübmeyer.


Schneekanonen, wie hier am Bocksberg in Hahnenklee, sind nun auch im Nationalpark Harz erlaubt. Foto: Bertram


Kommentar
Querschüsse aus Magdeburg



Um vorherzusagen, dass der Einsatz von Schneekanonen im fusionierten Nationalpark Harz wieder zum Streit zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt führen wird, brauchte es keine prophetischen Kräfte. Beschneiungsanlagen sind in den Augen von Naturschützern ein Sündenfall; der Nationalpark Harz ist nun bundesweit das einzige Schutzgebiet, in dem Kunstschnee produziert wird. Mit ihrer öffentlich geäußerten Kritik bringt Sachsen-Anhalts forsche Umweltministerin Petra Wernicke Nationalparkleiter Andreas Pusch in eine schwierige Lage: Nach den Mobbingvorwürfen aus Magdeburg gerät er abermals unter Rechtfertigungsdruck.
In Sachsen-Anhalt wird der gebürtige Bad Harzburger, der keineswegs unglücklich agiert, zunehmend als Nationalparkleiter aus Niedersachsen dargestellt. Vermisst werden deutliche Worte aus dem Umweltministerium in Hannover, um den in Magdeburg alles andere als wohlgelittenen Pusch den Rücken zu stärken.

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